Hält man den Flügel eines Rotors in den Wind, wird der Luftstrom an der Flügelvorderkante abgelenkt. Er muss an der stark gewölbten Oberseite einen weiteren Weg zurücklegen als an der relativ geraden Unterseite. An der Oberseite entsteht aus physikalischen Gründen deshalb ein Unterdruck, an der Unterseite ein Überdruck. Um den Unterschied auszugleichen, drückt die Luft den Flügel von unten nach oben. So setzen sich die Rotoren von Windrädern in Bewegung. Moderne Windenergie-Anlagen haben in der Regel drei Rotorblätter aus glasfaser- oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen und besitzen eine Blattwinkel- oder Pitch-Regelung (engl. pitch=Neigung). Ein Blattverstellmechanismus reagiert dabei auf ein elektronisches Signal: Weht es stark, dreht er die Rotorblätter aus dem Wind – bei Sturm so weit, bis der Rotor sich nicht mehr dreht.
(Quelle: www.windinformation.de und eigene Recherchen)